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Wenn der Himmel sich öffnet: Taufe und Versuchung!

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Halten Sie fest an ihm. Vertrauen Sie ihm, auch wenn Sie ihn nicht spüren. Gehorchen Sie seinem Wort, auch wenn es schwer ist. Kämpfen Sie den guten Kampf des Glaubens, wissend, dass der Sieg bereits errungen ist.

Markus 1,9-13

“Und es begab sich zu der Zeit, dass Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste; und er war in der Wüste vierzig Tage und wurde versucht von dem Satan und war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.”

Es gibt Augenblicke, die die Welt verändern, ohne dass die Welt es zunächst bemerkt. Momente, in denen das Ewige ins Zeitliche einbricht, in denen der Himmel die Erde berührt und nichts mehr so bleibt, wie es war. Ein solcher Moment ereignet sich am Jordan, an jenem Tag, als Jesus aus Nazareth in Galiläa kommt und sich von Johannes taufen lässt. Die Menschenmenge, die sich am Ufer drängt, sieht einen Mann unter vielen. Einen Mann, der in der Schlange wartet, der ins Wasser steigt, der sich wie alle anderen beugt unter die Hand des Täufers. Doch was hier geschieht, ist kein gewöhnlicher Akt der Buße. Hier offenbart sich das Geheimnis der Ewigkeit. Hier beginnt der öffentliche Weg dessen, der gekommen ist, um die Welt zu erlösen.

Jesus aus Nazareth. Der Name klingt so schlicht, so gewöhnlich. Nazareth war ein unbedeutendes Dorf in Galiläa, ein Ort, über den Nathanael später spöttisch sagen wird: „Was kann aus Nazareth Gutes kommen?” (Johannes 1,46). Aber gerade in dieser Gewöhnlichkeit liegt die Herrlichkeit der Menschwerdung Gottes. Der Schöpfer des Universums nimmt nicht Gestalt an in den Palästen der Mächtigen, sondern in der Verborgenheit eines Zimmermannssohnes. Er wächst auf in einer Familie, arbeitet mit seinen Händen, kennt Schweiß und Mühe. Und nun, etwa dreißig Jahre alt, tritt er hervor aus der Stille seines bisherigen Lebens und begibt sich dorthin, wo Johannes predigt und tauft.

Die Frage, die sich sofort aufdrängt, ist diese: Warum lässt Jesus sich taufen? Johannes predigte doch die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Aber Jesus hatte keine Sünde. Petrus wird später bezeugen: „….er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;” (1. Petrus 2,22). Der Hebräerbrief bekräftigt: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde “ (Hebräer 4,15). Jesus braucht keine Vergebung. Er ist der Heilige, der Reine, der Sündlose. Und doch steigt er hinab in den Jordan, lässt sich taufen von Johannes, stellt sich an die Seite der Sünder.

Hier liegt ein tiefes Geheimnis der Erlösung. Jesus kommt nicht, um sich von uns zu distanzieren, sondern um sich mit uns zu identifizieren. Er nimmt unseren Platz ein, trägt unsere Last, geht unseren Weg. Paulus wird es später so ausdrücken: „Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt” (2. Korinther 5,21). Jesus lässt sich taufen, weil er gekommen ist, um sich vollständig mit der gefallenen Menschheit zu verbinden. Seine Taufe ist der Beginn seines stellvertretenden Dienstes. Sie ist ein prophetisches Zeichen für das, was am Kreuz vollkommen werden wird: Er, der Schuldlose, nimmt die Schuld der Welt auf sich.

Als Jesus aus dem Wasser steigt, geschieht das Außergewöhnliche. Markus erzählt es mit dramatischer Unmittelbarkeit: „Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn.” Der Himmel tut sich auf. Das griechische Wort, das Markus verwendet, bedeutet wörtlich „zerreißen”, „aufreißen”. Es ist dasselbe Wort, das später beim Tod Jesu verwendet wird, wenn der Vorhang im Tempel von oben bis unten zerreißt (Markus 15,38). Hier, bei der Taufe, wird der Himmel aufgerissen, die Trennung zwischen Gott und Mensch durchbrochen. Was seit dem Sündenfall verschlossen war, öffnet sich nun wieder. Der Zugang zu Gott, der uns verwehrt war, wird freigegeben durch diesen einen Mann, der im Jordan steht.

Der Geist Gottes kommt herab wie eine Taube. Sanft, sichtbar, unverkennbar. Die Taube erinnert an die Schöpfung, als der Geist Gottes über den Wassern schwebte (1. Mose 1,2). Sie erinnert an die Sintflut, als die Taube zu Noah zurückkehrte mit einem Ölzweig, dem Zeichen des Friedens und des neuen Anfangs (1. Mose 8,11). Hier, bei der Taufe Jesu, beginnt eine neue Schöpfung. Der Geist, der am Anfang Leben schuf, ruht nun auf dem, der das Leben selbst ist. Jesus wird später sagen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben” (Johannes 11,25). In ihm wird alles neu gemacht.

Und dann die Stimme. „Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.” Der Vater spricht. Nicht laut für alle, aber eindeutig, unmissverständlich. Diese Worte sind eine Bestätigung der Identität Jesu. Sie verbinden zwei alttestamentliche Verheißungen: Psalm 2,7, wo Gott zu seinem König spricht: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt”, und Jesaja 42,1, wo der Gottesknecht angekündigt wird: „Siehe, das ist mein Knecht, ich halte ihn, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat.” Jesus ist beides: der königliche Sohn und der leidende Knecht. Er ist der Messias, der herrschen wird, aber auch der, der sein Leben gibt als Lösegeld für viele.

Das Wohlgefallen des Vaters ruht auf ihm. Nicht wegen etwas, das Jesus getan hat, denn sein öffentlicher Dienst hat gerade erst begonnen. Das Wohlgefallen gründet in dem, wer Jesus ist: der geliebte Sohn von Ewigkeit her. Diese Liebe zwischen Vater und Sohn ist das Fundament der Erlösung. Aus dieser Liebe heraus wird Jesus alles tun, was kommen wird. Jedes Wunder, jede Predigt, jede Heilung, jeder Schritt zum Kreuz entspringt dieser unerschütterlichen Verbindung zum Vater.

Doch die Herrlichkeit dieses Augenblicks wird nicht lange anhalten. Markus erzählt weiter, und seine Worte sind von einer beinahe verstörenden Unmittelbarkeit: „Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste.” Alsbald. Sofort. Keine Pause, keine Zeit zum Verweilen in der Freude der Offenbarung. Der Geist, der gerade wie eine Taube auf Jesus herabkam, treibt ihn nun in die Wüste. Das griechische Wort für „treiben” ist stark, es bedeutet „hinauswerfen”, „drängen”. Es ist dasselbe Wort, das verwendet wird, wenn Jesus später Dämonen austreibt. Der Geist lässt Jesus keine Wahl. Er muss in die Wüste. Er muss den Kampf aufnehmen.

Die Wüste. Wieder dieses Bild der Trostlosigkeit, der Prüfung, der Begegnung mit Gott. Die Wüste ist der Ort, an dem Israel vierzig Jahre lang wanderte, geprüft und geläutert wurde. Die Wüste ist der Ort, an dem Mose Gott begegnete, an dem Elia Zuflucht fand. Und nun ist die Wüste der Ort, an dem Jesus auf die ultimative Probe gestellt wird. Vierzig Tage bleibt er dort. Die Zahl vierzig ist in der Bibel immer eine Zahl der Prüfung und Vorbereitung: vierzig Tage Sintflut, vierzig Jahre Wüstenwanderung, vierzig Tage fastete Mose auf dem Berg Sinai, vierzig Tage fastete Elia auf dem Weg zum Horeb. Jesus durchlebt diese vierzig Tage in der Wüste, um zu erfüllen, was Israel nicht erfüllen konnte. Wo das Volk Gottes versagte, gehorchte und in der Wüste murrte, wird Jesus als der wahre Israel gehorsam sein.

„Und wurde versucht von dem Satan.” Der Versucher tritt auf. Der Widersacher, der schon im Garten Eden die ersten Menschen verführte, der als „Verkläger der Brüder” bezeichnet wird (Offenbarung 12,10), der als „brüllender Löwe” umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann (1. Petrus 5,8). Satan greift Jesus an, versucht ihn, will ihn von seinem Weg abbringen. Die anderen Evangelien, Matthäus und Lukas, berichten ausführlicher von drei konkreten Versuchungen: die Steine zu Brot zu machen, sich vom Tempel zu stürzen, die Reiche der Welt anzubeten. Markus erwähnt die Details nicht, aber die Tatsache bleibt: Jesus wurde versucht. Wirklich versucht. Mit aller Macht, die Satan aufbringen konnte.

Und hier liegt etwas zutiefst Tröstliches für uns. Jesus wurde versucht wie wir. Er kennt den Kampf. Er weiß, wie es ist, wenn die Versuchung an die Tür des Herzens klopft, wenn die Stimme des Bösen flüstert, wenn der Weg des Ungehorsams verlockend erscheint. Aber Jesus widerstand. Er sündigte nicht. Und gerade weil er versucht wurde und siegte, kann er uns helfen in unseren Versuchungen. Der Hebräerbrief sagt es so: „Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden” (Hebräer 2,18). Jesus ist kein ferner, unberührter Gott. Er ist unser Bruder, unser Hoherpriester, der mit uns fühlt und für uns eintritt.

Markus fügt ein faszinierendes Detail hinzu: „Und war bei den wilden Tieren.” Diese Bemerkung ist rätselhaft und zugleich voller Bedeutung. In der Wüste lebten Schakale, Hyänen, vielleicht sogar Löwen. Die wilden Tiere repräsentieren die ungezähmte, gefährliche Schöpfung, die unter dem Fluch der Sünde steht. Aber vielleicht zeigt diese Notiz auch etwas anderes: Jesus, der zweite Adam, lebt in Harmonie mit der Schöpfung, so wie Adam es vor dem Fall tat. Der Prophet Jesaja verheißt für das messianische Reich: „Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern” (Jesaja 11,6). In Jesus bricht dieses Reich bereits an. Er ist der Herr über die Schöpfung, und selbst die wilden Tiere erkennen ihre wahre Bestimmung in seiner Gegenwart.

Und schließlich: „Und die Engel dienten ihm.” Nach dem Kampf, nach der Versuchung, nach den vierzig Tagen kommt die Stärkung. Gott lässt seinen Sohn nicht allein. Die himmlischen Heerscharen kommen und dienen ihm. Sie bringen ihm Nahrung, Trost, Stärkung. So wird es auch später im Garten Gethsemane sein, als Jesus in seiner tiefsten Angst betet und ein Engel vom Himmel kommt und ihn stärkt (Lukas 22,43). Gott trägt die Seinen durch die Prüfung. Er gibt Kraft, wenn wir am Ende sind. Er sendet Hilfe, wenn wir es am meisten brauchen.

Was bedeutet diese Geschichte für uns? Sie zeigt uns zunächst, wer Jesus ist. Er ist der geliebte Sohn Gottes, auf dem das Wohlgefallen des Vaters ruht. Er ist erfüllt mit dem Heiligen Geist. Er ist der, der siegreich durch die Versuchung geht und den Satan überwindet. Diese Identität ist das Fundament unseres Glaubens. Wenn wir zu Jesus kommen, kommen wir zu dem, der stärker ist als alle Mächte der Finsternis. Wir kommen zu dem, der den Sieg bereits errungen hat.

Aber die Geschichte zeigt uns auch etwas über unseren eigenen Weg. Die christliche Taufe ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Wer getauft wird, wer sich zu Christus bekennt, der tritt ein in einen geistlichen Kampf. Paulus schreibt: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel” (Epheser 6,12). Das klingt hart, aber es ist die Realität. Der Feind ist real, die Versuchung ist real, der Kampf ist real.

Doch gerade darum ist es eine gefährliche Verkürzung – ja, eine Lüge –, wenn heute mancherorts gelehrt wird: „Komm nur zu Jesus, dann ist aller Kampf vorbei, dann wartet ein glückliches, gesegnetes Leben ohne Widerstand.“

Nein, der Weg mit Christus ist kein Wellnesspfad. Wer so redet, nimmt dem Evangelium seinen Ernst und den Gläubigen ihre Wachsamkeit. Christus ruft nicht in eine fromme Komfortzone, sondern in die Nachfolge, die durch Anfechtung, Kreuz und Bewährung hindurchführt. Der Friede Christi ist real – aber er ist ein Friede mitten im Kampf, nicht anstelle des Kampfes.

Doch wir kämpfen nicht allein. Der Heilige Geist, der auf Jesus herabkam, wohnt auch in uns, wenn wir an Christus glauben. Er ist unser Beistand, unser Tröster, unser Führer. Jesus selbst hat verheißen: „Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit” (Johannes 14,16-17). Wir haben den Geist Gottes in uns. Das ist unsere Kraft, unsere Hoffnung, unser Sieg.

Doch wir dürfen dabei nicht vergessen: Den Geist Gottes haben wir nicht automatisch, nur weil wir getauft wurden oder weil wir religiöse Formen pflegen. Der Geist wohnt in denen, die glauben. Ohne Glauben nützt die frommste Taufe nichts; ohne Vertrauen auf Christus bleibt jedes äußere Zeichen leer. Gott schenkt seinen Geist nicht an Äußerlichkeiten, sondern an Herzen, die sich ihm im Glauben öffnen. Darum ruft uns die Heilige Schrift immer wieder zur Umkehr, zum Vertrauen, zur Hingabe – denn wo echter Glaube ist, da wirkt der Geist, da wächst neues Leben, da beginnt der Sieg.

Und wir haben das Wort Gottes. Als Satan Jesus versuchte, antwortete Jesus jedes Mal mit der Schrift: „Es steht geschrieben.” Das Wort Gottes ist unsere Waffe im geistlichen Kampf. Paulus nennt es das „Schwert des Geistes” (Epheser 6,17). Wenn wir das Wort Gottes kennen, in ihm leben, aus ihm denken, dann haben wir eine feste Grundlage, auf der wir stehen können, wenn die Stürme der Versuchung über uns hereinbrechen.

Lassen Sie mich persönlich werden. Vielleicht durchleben Sie gerade Ihre eigene Wüstenzeit. Vielleicht hat Gott Sie geführt an einen Ort der Prüfung, der Einsamkeit, der Anfechtung. Vielleicht fühlen Sie sich umgeben von wilden Tieren, von Ängsten, Zweifeln, Versuchungen, die Sie zu überwältigen drohen. Vielleicht flüstert der Feind Ihnen zu: Gott hat dich verlassen. Du bist nicht stark genug. Du wirst fallen. Hören Sie nicht auf diese Stimme. Sie ist die Stimme des Vaters der Lüge (Johannes 8,44).

Hören Sie stattdessen auf die Stimme, die vom Himmel kam: „Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter, an dir habe ich Wohlgefallen.” Wenn Sie zu Christus gehören, wenn Sie getauft sind in seinen Namen, dann gilt diese Zusage auch Ihnen. Sie sind geliebt. Sie sind angenommen. Nicht wegen Ihrer Leistung, nicht wegen Ihrer Frömmigkeit, sondern wegen Christus. Paulus schreibt: „Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen” (Galater 3,26-27). Sie tragen Christus. Sie sind in ihm. Das Wohlgefallen Gottes, das auf Jesus ruht, ruht auch auf Ihnen.

Die Wüstenzeit wird nicht ewig dauern. Nach vierzig Tagen verließ Jesus die Wüste und begann seinen Dienst in der Kraft des Geistes. Die Prüfung hat ihn nicht zerstört, sondern vorbereitet. Sie hat ihn gestärkt für das, was kommen würde. Und so wird es auch bei Ihnen sein. Gott führt Sie durch die Wüste, nicht um Sie zu zerstören, sondern um Sie zu formen, zu läutern, zu stärken. „Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen” (Jakobus 1,12).

Und vergessen Sie nicht: Die Engel dienen. Gott sendet Hilfe. Vielleicht nicht immer so, wie wir es erwarten. Vielleicht nicht durch spektakuläre Wunder. Aber er sendet sein Wort, er sendet seinen Geist, er sendet Geschwister im Glauben, die uns tragen und ermutigen. Er selbst ist bei uns. Jesus hat versprochen: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende” (Matthäus 28,20). Das ist keine leere Phrase. Das ist die Wahrheit, auf die wir bauen können und bauen dürfen.

Die Szene am Jordan und in der Wüste ist eine Szene der Offenbarung und der Bewährung. Der Himmel öffnet sich, der Geist kommt herab, der Vater spricht, und dann beginnt der Kampf. So ist das Leben mit Gott. Momente der Nähe und Klarheit, gefolgt von Zeiten der Prüfung und des Ringens. Aber in allem bleibt Jesus der Mittelpunkt. Er ist der Sohn, der gehorsam ist bis zum Tod am Kreuz. Er ist der Überwinder, der Satan besiegt. Er ist der Hohepriester, der für uns eintritt. Und er ist der Herr, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden.

Halten Sie fest an ihm. Vertrauen Sie ihm, auch wenn Sie ihn nicht spüren. Gehorchen Sie seinem Wort, auch wenn es schwer ist. Kämpfen Sie den guten Kampf des Glaubens, wissend, dass der Sieg bereits errungen ist. Christus hat überwunden, und in ihm werden auch wir überwinden. Johannes schreibt in seiner Offenbarung: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron” (Offenbarung 3,21). Das ist unsere Hoffnung, unser Ziel, unsere Bestimmung.

Möge der Gott allen Trostes Sie stärken in Ihrer Wüstenzeit. Möge der Heilige Geist, der auf Jesus herabkam, Sie erfüllen mit Kraft und Mut. Möge die Stimme des Vaters in Ihrem Herzen widerhallen: Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Wohlgefallen. Und möge Christus, der Überwinder, Sie hindurchführen durch alle Anfechtung zum ewigen Leben.

Soli Deo Gloria – Ihm allein sei die Ehre. Amen.

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